18.01.2013 bis 26.05.2013, Pergamonmuseum Antikensammlung, Berlin, Berlin
Fragment eines Freskos aus dem Kalifenpalast in Samarra (9. Jahrhundert). (Museum für Islamische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin / Foto: Jürgen Liepe)
ie war die legendäre Hauptstadt des Abbasidenreichs, eines der größten Reiche der Geschichte: Samarra. Am Tigris gelegen, besaß die Stadt einst eine 150 Quadratkilometer große Ausdehnung, mehrere Paläste für den Kalifen, großzügige Gartenanlagen und wohl auch eine Pferderennbahn. Das heute noch erhaltene Spiralminarett diente Malern als Vorlage für Darstellungen des Turmbaus zu
Babel. Kalif al-Mu‘tasim hatte Samarra 836 gegründet, als in der Hauptstadt Bagdad politische Wirren herrschten, Bestand hatte es aber nur bis 892. Von 1911 an grub dann der Archäologe Ernst Herzfeld im Auftrag des Berliner Museums für Islamische Kunst in Samarra.
Hier knüpft eine Ausstellung an, die noch bis zum 26. Mai sowohl Herzfelds Arbeit als auch beeindruckende Funde aus dem „Zentrum der Welt“ zeigt (Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum, Geschwister Scholl-Straße 6, Tel. +49 (0)30 20905401). Ob Glasstücke in „Millefiori-Technik“, Lüsterkeramik oder Wandmalereien, all dies zeugt von hoher Kunstfertigkeit.
www.smb.museum/smb/standorte/index.php?lang=de&p=2&objID=3313&n=1.museum.de
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