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Etrusker und Römer

Multikulti am Tiber

Die Kriegselefanten auf diesem etruskischen Teller erinnern an Hannibals Feldzug durch Italien (218 – 203 v. Chr.). Die Etrusker waren zu dieser Zeit bereits treue Bündnispartner Roms. (Bridgeman / Museo Nazionale Etrusco di Villa Giulia, Rom)

D

er ältere Mann, der auf seine Besucher stets einen zerstreuten Eindruck machte, war ein Bildungsmensch durch und durch. Er hielt Vorlesungen, die sich großer Beliebtheit erfreuten, zitierte bei jeder Gelegenheit die Klassiker und schrieb mit Hingabe über Geschichte. Über den Bürgerkrieg hatte er sich Gedanken gemacht und versucht, Cicero, den großen Redner und Staatsmann, zu rehabilitieren. Eifrig erlernte er Sprachen und erfand sogar drei neue Buchstaben, die er dem römischen Alphabet hinzufügte. All das hätte man als Marotten eines kauzigen Gelehrten abgetan, wäre Claudius nicht Kaiser gewesen: der zugegebenermaßen eher zufällig in dieses Amt gespülte Herr der römischen Welt.

Claudius interessierte sich auch für ein Volk, das zu seiner Zeit, im 1. Jahrhundert n. Chr., eigentlich schon längst der alten Geschichte angehörte: die Etrusker. Sein monumentales Etrusker-Werk „Tyrrhenische Forschungen“ umfasste 20 Bände; und der Kaiser hatte keine Mühe gescheut, um die etruskische Sprache zu erlernen. Seinem Biographen Sueton ist das einschlägige Interesse des Forschers auf dem römischen Kaiserthron immerhin etliche Paragraphen wert. ...

Den voll­stän­di­gen Ar­ti­kel le­sen Sie in DA­MALS 01/2018.

Prof. Dr. Michael Sommer

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