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DAMALS 02/2016

Die Schweiz im Zweiten Weltkrieg

Eine Insel der Neutralität und Sicherheit inmitten einer sich zerfleischenden Welt – das versuchte die Schweiz in den Jahren von 1939 bis 1945 zu sein. Mit dem Aufstieg des Faschismus in Italien und der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland hatte sich der Alpenstaat zunehmend umzingelt gesehen. Er reagierte mit einer Mischung aus Einigelung und Anpassung: Die Besinnung auf typisch schweizerische Werte sollte die Bevölkerung gegen radikales Gedankengut immunisieren, und das Militär bereitete sich intensiv auf die Verteidigung des Terrains vor. Gute Handelsbeziehungen gerade zu Deutschland und Zurückhaltung gegenüber den Alliierten sollten die aggressiven Nachbarn im Zaum halten. Zu dieser Beschwichtigung gehörte auch eine restriktive Flüchtlingspolitik: Seit August 1942 galten Juden nicht mehr als politische Flüchtlinge.

Bild auf der Startseite: Nach der Kapitulation Frankreichs im Juni 1940 unterbrechen Schweizer Soldaten den Bahnverkehr zwischen Frankreich und der Schweiz. Nun war die Umzingelung des Landes durch Italien und Deutschland praktisch vollständig. (Ullstein Bild / Heinrich Hoffmann)

Beiträge zum Thema:

Zwischen Hitler und Mussolini

Umzingelte Eidgenossen

Die Machtübernahme von faschistischen Kräften in den Nachbarländern – zuerst in Italien und dann in Deutschland – versetzte die Schweiz in eine schwierige politische Lage. War die nach dem Ersten Weltkrieg angestrebte Neutralität nun noch zu halten? weiterlesen

"Geistige Landesverteidigung"

Die Erfindung des "Schweizerischen"

In der Zwischenkriegszeit rüsteten die Eidgenossen auf, militärisch, aber vor allem auch psychologisch: Die „Geistige Landesverteidigung“, eine Schweizer Ausprägung von Nationalismus, sollte das Land einen und die Sprachgruppen enger zusammenschweißen. weiterlesen

Schweizerische Flüchtlingspolitik 1933 bis 1945

Beschränkt aufnahmebereit

Die Flüchtlingspolitik der Schweiz war in den Jahren von 1933 bis 1945 eher restriktiv. Angst vor einer zu hohen Zahl von Asylsuchenden, aber auch antisemitische Motive spielten dabei eine Rolle. Im August 1942 wurden die Grenzen für wegen ihrer Rasse Verfolgte ganz geschlossen – für viele Juden ein Todesurteil. weiterlesen

Private Flüchtlingsinitiativen

Den Bedürftigen verpflichtet

Zahlreiche Privatpersonen kümmerten sich in den Jahren nach 1933 um die Flüchtlinge, die in die Schweiz kamen. Das bürgerliche Engagement griff oft dort ein, wo sich Defizite der offiziellen Flüchtlingspolitik zeigten. weiterlesen

Die Schweiz und die Kriegswirtschaft

Gute Geschäfte mit Hitler

Steigende Exporte, Waffenlieferungen, Kreditgewährung, Handel mit geraubtem Gold: Parallel zu den deutschen Siegen in der ersten Phase des Zweiten Weltkriegs florierten die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Schweiz und den Achsenmächten. weiterlesen

Interview

„Antisemitismus kann man nicht wegrechnen“

Mitte der 1990er Jahre sah sich die Schweiz mit Entschädigungsforderungen von NS-Verfolgten und ihren Nachfahren – vor allem aus den USA – konfrontiert, die den Eidgenossen ihre Profite aus den „Raubgold“-Geschäften und das Einbehalten jüdischer Vermögen zum Vorwurf machten. Über die Reaktion der Schweiz sprach DAMALS-Redakteur Dr. Armin Kübler mit dem Schweizer Historiker Prof. Dr. Thomas Maissen.
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