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DAMALS 01/2015

Bürger in Aufruhr

Im Hochmittelalter nahmen die Bewohner der rasch wachsenden Städte ihr Schicksal selbst in die Hand: Sie emanzipierten sich von den bisherigen Stadtherren. Die Kölner zählten 1074 zu den Ersten, die dabei auch vor Gewalt nicht zurückschreckten. Erzbischof Anno entging nur knapp ihrem Zorn. Und auch nachdem sich die Städte mit der Etablierung von Räten ein gewisses Maß an Autonomie gesichert hatten, kehrte hinter den dicken Mauern keine Ruhe ein. Wie in Lübeck 1384/85 stritt man auch anderswo meist um die Stadtfinanzen. Patrizier und Zünfte rangen um die Macht – und wieder wurde zu den Waffen gegriffen.

Bild auf der Startseite: Das am Rhein gelegene Köln konnte bereits im Mittelalter auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die Römer hatten im 1. Jahrhundert eine Siedlung des Germanenstamms der Ubier zur Stadt erweitert (Holzschnitt von Anton Woensam, 1531). (AKG)

Beiträge zum Thema:

Aufstieg der Städte

Neue Freiheit hinter Mauern

Die Stadt war keine Erfindung des mittelalterlichen Europa. Städte gab es in allen Hochkulturen. Die Entwicklung von Stadt und Bürgertum war in Europa eher eine Aufholjagd. Die sozialen, politischen und ökonomischen Strukturen, die sich dabei herausbildeten, prägen unsere Gesellschaft bis heute. weiterlesen

Köln 1074

Erzbischof Annos Flucht

Im Jahr 1074 hatten die Kölner Bürger genug: Als sich der Erzbischof der Stadt wieder einmal mehr herausnahm, als ihm zustand, kam es zum Aufstand. weiterlesen

Städtische Selbstverwaltung im Spätmittelalter

Die komplexe Macht des Rates

Ein entscheidender Schritt bei der Emanzipation des städtischen Bürgertums war die Einrichtung eines Rats. Hinsichtlich der Zusammensetzung und der Befugnisse dieses Gremiums gab es zwischen den Städten allerdings große Unterschiede. weiterlesen

Der Schwäbische Städtebund

Gemeinsam gegen den Kaiser

Aus Geldnot wollte Kaiser Karl IV. (1355 –1378) reihenweise die Privilegien freier Reichsstädte verpfänden. Das ließ man sich in Süddeutschland nicht bieten. Die Städte vereinten ihre Kräfte und führten gegen Kaiser und Fürsten Krieg. weiterlesen

Lübeck 1384

Verschwörung gegen die Knochenhauer?

Ende des 14. Jahrhunderts gerieten in der Hansestadt Lübeck Handwerker und Rat mehrmals aneinander. Anlass war die Steuerpolitik des Rats. 1384/85 wurden 19 Bürger – darunter viele Fleischer – wegen Verrats hingerichtet. Doch die Anschuldigungen sind zweifelhaft. weiterlesen

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