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DAMALS 09/2015

Bolívar - Befreier Südamerikas

Bei einem Besuch in Rom im Jahr 1805 soll Simón Bolívar geschworen haben, er werde nicht eher ruhen, bis die „Ketten zerschlagen sind“, die die Kolonialmacht Spanien Südamerika angelegt habe. Rund 20 Jahre später löste er sein Versprechen ein: In der Zeit von 1824 bis 1826 setzten sich Bolívar und seine Mitstreiter endgültig gegen die spanischen Truppen durch. 1811 hatte der Kampf für die Unabhängigkeit in Venezuela, wo Bolívar als Spross einer Plantagenbesitzerfamilie aufgewachsen war, begonnen. Nach ersten Rückschlägen gelang es ihm mit Kühnheit und Führungsstärke, den Sieg der Revolution zu sichern. Der Triumph des „Libertador“ währte jedoch nur kurz. Von seinen Verbündeten im Stich gelassen, trat Bolívar 1830 von seinen Ämtern zurück.

Bildwechsler auf der Startseite: Nach dem Sieg bei Carabobo am 24. Juni 1821 ehrt Simón Bolívar durch seine Berührung die Fahne der unter‧legenen Spanier (Gemälde von Arturo Michelena, 1883). (AKG / De Agostini Picture Library / M. Seemuller)

Beiträge zum Thema:

Der junge Bolívar

Im Sog der Revolution

Der spätere Unabhängigkeitskämpfer Simón Bolívar stammte aus einer typischen venezolanischen Oberschichtfamilie. Erst die Begegnung mit der Schwäche des spanischen Mutterlandes und den Folgen der Französischen Revolution bei zwei Europa-Reisen ließ ihn zum Umstürzler werden. weiterlesen

Spanien und seine Kolonien um 1800

Das bröckelnde Weltreich

An der Wende zum 19. Jahrhundert begann es in den spanischen Kolonien in Amerika zu gären. Die zunächst noch vagen Vorstellungen von einer Emanzipation vom Mutterland wurden konkreter, als Spanien durch den Aufstieg Napoleons machtpolitisch in die Defensive geriet. weiterlesen

Erste Schritte zur Unabhängigkeit

„El Libertador“ betritt die Bühne

Nach 1810 überschlugen sich in Venezuela die Ereignisse. Unter der Führung Francisco de Mirandas entstand eine unabhängige Republik. Auch Simón Bolívar erwarb sich erste Meriten als „Befreier“. Doch die Spanier eroberten ihre Kolonie 1815 wieder zurück. weiterlesen

Vertreibung der Spanier aus Südamerika

Der Traum von Großkolumbien

1816 kehrte Simón Bolívar nach Venezuela zurück. Diesmal eilte er von Sieg zu Sieg: 1824 waren die Spanier endgültig geschlagen. Wenig später musste der „Befreier“ – inzwischen Präsident von Großkolumbien – mit ansehen, wie sein neues Reich zerfiel. weiterlesen

Das Erbe Bolívars

Der entleerte Mythos

„Achtung, Achtung! Das Schwert Bolívars zieht durch Lateinamerika“: So lautet im heutigen Lateinamerika ein Schlachtruf bei linkspopulistischen Kundgebungen. Der „bolivarianische“ Revival-Kurs – der mit der historischen Figur fast nichts gemeinsam hat – feiert nicht nur in Venezuela Konjunktur. weiterlesen

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