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DAMALS 10/2014

Die Jesuiten

Ignatius von Loyola (1491–1556), ursprünglich Offizier, gründete mit einer Handvoll Gefährten den Jesuitenorden. Bevor er sich dem Glauben zuwandte und sein Leben der Verbreitung der Botschaft Christi widmete, hatte es erst einer schweren Verwundung bedurft. Auf dem Krankenbett entwickelte der aus dem Baskenland stammende Adlige Ideen für „geistliche Übungen“, sogenannte Exerzitien, die helfen sollten, ein von Gott bestimmtes Leben zu führen. Die „Gesellschaft Jesu“ stellte sich in den Dienst des Papstes – dieser sollte sie zur Seelsorge und Mission in die Welt hinausschicken. Eine Streitmacht wollten die Jesuiten sein, allerdings eine, die mit Worten focht.

Bild auf der Startseite: Unbedingter Gehorsam gegenüber dem Papst, so lautet eines der Gelübde der Jesuiten. Am 27. September 1540 wurde der Orden vom Papst bestätigt. Auf diesem Tafelbild (16. Jahrhundert) überreicht Ignatius Papst Paul III. die Ordensregel. (Interfoto / photoaisa)

Beiträge zum Thema:

Ignatius von Loyola

Vom Krieger zum Heiligen

Durch eine schwere Kriegsverletzung aus der Bahn geworfen, krempelte der als streitsüchtig geltende Soldat und Höfling Ignatius von Loyola mit 30 Jahren sein
Leben völlig um. Er wurde Geistlicher und gründete 1540 die „Gesellschaft Jesu“, einen der einflussreichsten Orden der Kirchengeschichte. weiterlesen

Konfrontation mit den Protestanten

Speerspitze des neuen Katholizismus

Die Jesuiten erwiesen sich als eifrige Kämpfer für eine Reform der katholischen Kirche und eine klare Positionierung gegenüber den Protestanten. Einige Päpste haderten jedoch mit dem Orden. weiterlesen

Bildung und Kunst

Die Lehrmeister der Barockzeit

Auf kaum einem Betätigungsfeld waren die Jesuiten so erfolgreich wie im Bildungswesen. Mit ihren Schulen und Universitäten setzten sie neue Maßstäbe. Die sinnenfreudige Spiritualität des Ordens beeinflusste auch die Kunst. weiterlesen

Der "Jesuitenstaat" in Südamerika

Mission durch Anpassung

Bei ihrer Missionsarbeit begegneten die Jesuiten fremden Kulturen mit Wertschätzung. Besonders erfolgreich war dieser Ansatz in Südamerika, wo sie Hunderttausende von Indianern in sogenannten Reduktionen gezielt von der übrigen Kolonialgesellschaft trennten und christianisierten. weiterlesen

Zenit der Macht und tiefer Fall

Der Preis des Erfolgs

Bis Mitte des 17. Jahrhunderts waren die Jesuiten die prägende Kraft des Katholizismus. Ihre Sonderstellung rief allerdings mächtige Gegner auf den Plan – in immer mehr Ländern entwickelte sich ein heftiger Antijesuitismus. 1773 hob der Papst den Orden auf. weiterlesen

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