Sie befinden sich hier: Heftarchiv > Überblick

Das Nationalgetränk der Deutschen

Mythos „deutsches Bier“

A

ls der Humanist und Bücherjäger Enoch von Ascoli im Auftrag des Papstes dem Abt des Klosters Hersfeld im Jahr 1455 ein altes Buch abkaufte, dürfte er kaum geahnt haben, welche Konsequenzen das haben sollte. Das Buch enthielt die „Germania – ein Büchlein über die Herkunft und Sitten der Germanen“ des römischen Geschichtsschreibers Tacitus (gest. nach 116). Darin entwirft der Römer ein fiktives Bild von den edlen Wilden jenseits des Rheins: abgehärtet, genügsam, treu und keusch. Sie hätten nur ein Laster: Sie tränken hemmungslos Tag und Nacht „eine Flüssigkeit aus Gerste oder Weizen, in gewissem Sinn vergleichbar mit Wein“.

Es dauerte einige Zeit, bis man in Deutschland die „Germania“ zur Kenntnis nahm, aber dann elektrisierte der Text die deutschen Humanisten und beeinflusste das Geschichtsbild, das diese im 16. Jahrhundert entwarfen. Laut Tacitus stammen die Germanen von dem legendären König Tuisco ab, einem Enkel Noahs. Tuiscos Nachfahre Gambrinus sei dann der erste Germane gewesen, der Bier braute. ...

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 4/2016.

Prof. Dr. Franz Meussdoerffer

zurück zur Übersicht

DAMALS  02 / 2018

DAMALS Ausgabe 02/2018

Der Austrofaschismus. Österreich vor dem "Anschluss"

zum Titelthema

DAMALS Archivsuche für Browser

Suchmaschine hinzufügen Fügen Sie die DAMALS Archivsuche zu Ihren Browsersuchmaschinen hinzu (Firefox und Internet Explorer ab Version 7).

Suchmaschine hinzufügen

RSS Feed

RSS Feed abonnieren Immer die aktuellesten News und Termine in Ihrem Browser oder RSS Reader. Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen DAMALS RSS Feed.

RSS Feed abonnieren