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DAMALS 06/2017

Päpste der Renaissance

Zu kaum einer Zeit waren die Päpste so mächtig wie im späten 15. Jahrhundert: Sie hatten die Konzilsbewegung, die sich über den Pontifex gestellt hatte, wieder in die Schranken gewiesen und sich auch gegenüber den weltlichen Herrschern behauptet (unten: Papst mit Kaiser, Bischof und Kardinal; Miniatur, um 1450). Ihre Hauptstadt Rom versahen die Heiligen Väter mit prunkvollen Bauten, die ihre hohen Ansprüche widerspiegelten. Der Humanismus sorgte zudem für eine geistige Blüte. Doch rückblickend wissen wir, dass dies der Vorabend der Reformation war. Das Titelthema beleuchtet daher auch die Frage, ob die Päpste mit ihrem Höhenflug Kirchenkritikern und Reformatoren Vorschub leisteten und so die Einheit der Kirche aufs Spiel setzten.

Bild auf der Start­sei­te: Die Buchmalerei stammt aus dem „Decretum Gratiani“, einer frühen Sammlung des Kirchenrechts. (AKG / British Library)

Beiträge zum Thema:

Die "Catalina"-Affäre

Stockholmer Doppelspiel

Mit dem Abschuss zweier schwedischer Militärflugzeuge durch sowjetische Jäger über der Ostsee begann vor 65 Jahren eine der rätselhaftesten Affären des Kalten Krieges. Erst Jahrzehnte später erfuhr die Öffentlichkeit, was hinter der „Catalina“-Affäre steckte: Das eigentlich neutrale Schweden hatte für die NATO spioniert. weiterlesen

Der Machtanspruch der Päpste

Herr des römischen Erdkreises

In der Nachfolge des Apostels Petrus meinten die Päpste, für das Seelenheil aller Menschen verantwortlich zu sein. Das schloss auch die weltlichen Herrscher ein. Daraus folgte ein heftiger Machtkampf mit dem Kaisertum um die Vorherrschaft. weiterlesen

Nach dem Konstanzer Konzil

Das Comeback der Heiligen Väter

Das Konzil von Konstanz hatte die Macht der Päpste kräftig gestutzt. Mit erstaunlicher Geschwindigkeit erholte sich das Papsttum davon. Ungeahnter moralischer Pragmatismus, massive Klientelpolitik, geschickte Propaganda in eigener Sache und die Zerstrittenheit der Gegner machten es möglich. weiterlesen

Der frühe Humanismus

Neue Kraft aus der Antike

Die Beschäftigung mit der Kultur der Antike war im 15. Jahrhundert in Italien unter Gelehrten ein Muss. Und obwohl die daraus abgeleiteten Moralvorstellungen auch Ideen aus vorchristlichen Religionen enthielten, inspirierte der Humanismus das Papsttum der Renaissance. weiterlesen

Das Rom der Renaissance

Botschaft für die Sinne

Architekten, Bildhauer, Maler – sie alle durften sich unter der Herrschaft von Papst Nikolaus V. und seinen Nachfolgern über zahlreiche Aufträge freuen. Rom sollte Spiegelbild einer wieder gestärkten Kirche werden. Herrliche Bauten und prunkvolle Kultusgeräte sollten auch für einfache Menschen die christliche Botschaft sinnlich erfahrbar machen. weiterlesen

Das Ablasswesen des Mittelalters

Geld und Gnade

Ursprünglich sollte der Ablass die mittelalterliche Bußpraxis flexibel gestalten, doch später entwickelte sich das Ablasswesen immer mehr zu einem Geschäft mit dem Seelenheil der Gläubigen. Kritische Stimmen wurden laut. weiterlesen

Essay

Die Päpste – Garanten der Einheit oder Spalter?

Wer trug die Schuld an der Spaltung der Christenheit? Die Päpste? Oder die sie kritisierenden Reformatoren? Eine eindeutige Antwort gibt es aus Sicht von DAMALS-Autor Prof. Dr. Bernd Schneidmüller nicht. Letztlich habe die politische Praxis die Einheit der Christen aufgelöst. weiterlesen

Forschung

Der Strand Europas

Seit den 1950er Jahren wurde Spanien immer mehr vom Massentourismus geprägt. Mit der Kritik an dieser Entwicklung befasst sich eine neue Studie. weiterlesen

Forschung

Zwei für die Revolution

Olga Benario und Luiz Carlos Prestes schrieben sich aus ihrer Haft bewegende Briefe, die jetzt in einer Edition vorliegen. weiterlesen

Schlacht um die Midawy-Inseln

Wende im Pazifikkrieg

In der Schlacht um die Midway-Inseln bahnte sich im Juni 1942 eine Vorentscheidung im Pazifikkrieg zwischen den USA und Japan an: Die US-Verbände vernichteten dabei vier japanische Flugzeugträger – ein fataler strategischer Verlust für das bis dahin sieggewohnte Kaiserreich. weiterlesen

Das "Rote Wien"

Paläste für die Arbeiterklasse

Aus den Wirren des Kriegsendes und der Revolutionszeit 1918/19 ging die österreichische Sozialdemokratie als starke Kraft hervor. Die massive Wohnungsnot in Wien bekämpfte sie mit einem ambitionierten Bauprogramm: den beeindruckenden Gemeindebauten. Der symbolträchtigste von ihnen ist der Karl-Marx-Hof. weiterlesen

Museum: Stiftung Kloster Jericho

Am Ursprung des Backsteinbaus

Die 1144 gegründete Abtei Jerichow (Sachsen-Anhalt) gehört zu den ältesten Backstein-Komplexen Norddeutschlands. Mangel an Baumaterial brachte die Baumeister dazu, aus dem regional verfügbaren Lehm Ziegel brennen zu lassen. Ein kleines Museum gibt Einblicke in die Herstellung der Steine. weiterlesen

Manga Bell

Der gute Deutsche

Im August 1914 wurden Rudolf Manga Bell, König der Duala im deutschen „Schutzgebiet“ Kamerun, und sein Sekretär hingerichtet. Sie hatten sich mit rechtlichen Mitteln gegen einen deutschen Vertragsbruch zu wehren versucht. weiterlesen

Faszinierende Figuren: Karina Urbach über Robert Oppenheimer

„Zerrissener Mann“

Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wissenschaft sprechen über historische Gestalten, die sie beeindruckt haben. In dieser Ausgabe: die Historikerin Karin Urbach über den Physiker Robert Oppenheimer. weiterlesen

DAMALS  10 / 2017

DAMALS Ausgabe 10/2017

Oktober 1917. Europa und die Russische Revolution.

zum Titelthema

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