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DAMALS 08/2017

Kollaborateure – Die Helfer der Deutschen im besetzten Europa

Marschall Henri Philippe Pétain: Der Name des Präsidenten der mit dem NS-Regime verbündeten Vichy-Regierung in Frankreich fällt meist zuerst, wenn das Thema Kollaboration zur Sprache kommt. In welcher Ausprägung Kollaboration in anderen Gebieten des besetzten Europa auftrat, zeigt das Titelthema dieses Hefts. An den Beispielen Tschechoslowakei, Ukraine und Dänemark lässt sich erkennen, wie komplex und unterschiedlich die politische und gesellschaftliche Gemengelage jeweils war. Diese Hintergründe sind wichtig, um den Handlungsspielraum der Menschen zu verstehen. Besonders spannend ist die Frage, inwieweit Kollaboration eine Voraussetzung war für den Massenmord an den Juden – Antisemitismus verband in einigen Gebieten Besatzer und Besetzte.

Bild auf der Start­sei­te: In den Niederlanden fügten sich Verwaltung und Polizei relativ schnell den deutschen Besatzern, während es in der Bevölkerung zu Widerstandsaktionen kam. Die Aufnahme zeigt Reichskommissar Arthur Seyß-Inquart, der im August 1940 eine Front des niederländischen Arbeitsdienstes abschreitet. (AKG)

Beiträge zum Thema:

Die Jahrhundertflut von 2002

Land unter nicht nur in „Elbflorenz“

Das Hochwasser vom August 2002 verwüstete Sachsen, die angrenzenden Bundesländer sowie Teile Tschechiens, Österreichs und der Slowakei. Bundeskanzler Gerhard Schröder profilierte sich in diesen dramatischen Sommertagen als Krisenmanager – und wurde im September prompt wiedergewählt. weiterlesen

Was ist "Kollaboration"?

Die Zwickmühle des Mitmachens

In den besetzten Gebieten bediente sich das NS-Regime zahlreicher Helfer. Die Zusammenarbeit mit den Besatzern wird in der Regel mit dem Begriff „Kollaboration“ umrissen. Die Vielfalt der Motive und Lebenslagen, die Menschen dazu brachten, mit den neuen Machthabern zu kooperieren, bildet dieser nicht ab. weiterlesen

Beispiel Tschechoslowakei

Antisemitismus bereits vor der Besetzung

Bislang war man der Ansicht, dass es in der Tschechoslowakei vor der Annektierung durch Deutschland kaum Antisemitismus gab. Doch inzwischen zeichnet sich hier ein etwas anderes Bild ab. weiterlesen

Beispiel Ukraine

Wankende Geschichtsbilder

Kollaborateure, Widerstandskämpfer, Opfer? In der Ukraine ist die Zeit der deutschen Besatzung noch immer mit vielen offenen Fragen verbunden. Selbst beim aktuellen Konflikt mit dem mächtigen Nachbarn Russland spielen diese eine Rolle. weiterlesen

Beispiel Dänemark

Kopenhagens Sonderweg

Nach der Besetzung Dänemarks im April 1940 verhielt sich die dortige Regierung in Übereinstimmung mit den meisten Parteien kooperationsbereit – und durfte in vielen Bereichen ungestört weiterarbeiten. Der Bruch mit dem NS-Regime kam 1943. weiterlesen

Nicht-Deutsche in der Waffen-SS

Himmlers fremde Rekruten

Als der Krieg gegen die Sowjetunion immer mehr Opfer forderte, öffnete die Waffen-SS ihre Reihen für insgesamt etwa eine halbe Million Männer, die überall aus dem besetzten und verbündeten Europa angeworben oder zwangsrekrutiert wurden. weiterlesen

Essay

Von der Rache zur Verharmlosung

Die Beschäftigung mit der Kollaboration in den ehemals von Deutschland besetzten Ländern ist in mehreren Wellen verlaufen – von der Abrechnung mit den Kollaborateuren über die einseitige Betonung des Widerstandes bis hin zu ernsthafter Diskussion. Der neue Trend zum Nationalismus in Europa verheißt für das Thema allerdings nichts Gutes. weiterlesen

Forschung

Im Meer der Inschriften

Das Projekt „Inscriptiones Graecae“ bearbeitet Tausende von griechischen Inschriften und leistet damit einen hervorragenden Beitrag zur Erforschung der Antike. weiterlesen

Titelthema Extra

Der Geisterzug

Im Lager Le Vernet in der Nähe von Toulouse waren seit 1939 als feindlich geltende Ausländer und oppositionelle Franzosen interniert worden, insgesamt etwa 40 000 Häftlinge. Nach der Landung der Alliierten in der Normandie 1944 überstürzten sich die Ereignisse. weiterlesen

Das römische Carnuntum

Kaiserstadt an der Donau

Die römische Stadt Carnuntum nahe dem heutigen Wien war ein strategisch wichtiger Vorposten des Reichs. Gleich mehrmals wurde sie zum Schauplatz historischer Ereignisse. weiterlesen

Vita Sackville-West (1892-1962)

„Ich bin ein geographischer Snob“

Vita Sackville-West führte ein Leben zwischen Hochadel, Literatur und Abenteuer. Nach Persien fuhr sie 1926 als unerschrockene Reiseschriftstellerin, im Gepäck hatte sie jedoch auch die Vorurteile einer Angehörigen der britischen Oberklasse. weiterlesen

Museum der Alltagskultur, Schloss Waldenbuch

Welt der kleinen Dinge

Sie umgeben uns täglich und prägen unser Leben: Gegenstände vom Stuhl über den Teller bis hin zu Kleidungsstücken. Wie sehr sich diese scheinbar immer gleiche Alltagswelt im Lauf der Zeit gewandelt hat, das zeigt ein Museum in Waldenbuch. weiterlesen

Der jüdische Gelehrte Moses Maimonides

Der zweite Moses

Der andalusische Mediziner, Rechtsgelehrte und Philosoph Rabbi Moshe ben Maimon (1138 –1204), besser bekannt unter seinem latinisierten Namen Moses Maimonides, war einer der einflussreichsten jüdischen Denker des Mittelalters. Bis heute wird er als eine der maßgeblichen religionsgesetzlichen Autoritäten des Judentums angesehen. weiterlesen

Faszinierende Figuren: Volker Reinhardt über Leo X.

"Fuchs und Löwe"

Per­sön­lich­kei­ten aus Kul­tur, Po­li­tik und Wis­sen­schaft spre­chen über his­to­ri­sche Ge­stal­ten, die sie be­ein­druckt ha­ben. In die­ser Aus­ga­be: der Historiker Volker Reinhardt über Papst Leo X weiterlesen

DAMALS  12 / 2017

DAMALS Ausgabe 12/2017

Rommel. Debatte um den "Wüstenfuchs"

zum Titelthema

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