Görich, Knut
K
aiser Friedrich Barbarossa sei zu einem guten Teil eine Erfindung des 19. Jahrhunderts, so beginnt der an der Universität München lehrende Mediävist Knut Görich durchaus provokativ seine große Barbarossa-Biographie. Er möchte den mittelalterlichen Herrscher den Überformungen späterer Interpretationen, vor allem dem nationalen Blick, entziehen und die Motivationen seines Handelns konsequent historisieren.
Am wichtigsten für das politische Handeln Barbarossas sei gewesen, Rang, Ansehen und Ehre als Zeichen sozialen Re‧spekts über alles andere zu stellen. Dementsprechend hätte die Mehrung der kaiserlichen Ehre und der des Reichs im Mittelpunkt aller Bemühungen des Herrschers gestanden.
Unter diesen ...
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