Taschen Verlag, Hongkong/Köln/London/Los Angeles/Madrid/Paris/Tokio 2008, 423 Seiten, Buchpreis € 19,90
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hina ist längst Weltmacht geworden, das rasante Wachstum im Land scheint erst in letzter Zeit verlangsamt. Atemberaubend ist nicht nur der wirtschaftliche Aufstieg des Landes, sondern es waren und sind auch die politischen Verhältnisse von Extremen und Widersprüchen gekennzeichnet. Der Fotojournalist und Pulitzer-Preisträger Liu Heung Shing hat eine „visuelle Geschichte“ Chinas zwischen 1949 und 2003 vorgelegt, die in ihrem ungeheuren Facettenreichtum fasziniert. Der dreisprachige Band (englisch/deutsch/französisch) präsentiert in sechs Kapiteln die Geschichte des modernen China von den Anfängen über die Schrecken der Kulturrevolution, der politischen Erstarrung der 70er Jahre und den Anfängen der Modernisierung bis heute. Wir sehen Mao, wie er sich am Strand von Beidaihe (südöstlich von Peking) erholt, Arbeiter aus der Provinz Henan, die sich bemühen, in provisorischen Schmelzöfen aus Metallresten Stahl zu kochen, zum Tod verurteilte Großgrundbesitzer und anderre e „Klassenfeinde“, Arbeiterinnen , die den „Loyalitätstanz“ zu Ehren Maos aufführen, aufbegehrende, aufmarschierende, arbeitende Massen, schließlich die Zeichen einer neuen Zeit.
Dr. Heike Talkenberger