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Hans Fallada – Die Biographie

Peter Walther

Hans Fallada – Die Biographie

Kleiner Mann – was nun?“, das war sein erster großer Erfolg. „Jeder stirbt für sich allein“, „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“ oder „Wolf unter Wölfen“, so lauten die Titel weiterer Bücher des aus Greifswald stammenden Schriftstellers Hans Fallada, der eigentlich Rudolf Ditzen hieß. Fallada ist in den letzten Jahren neu entdeckt worden, nicht zuletzt durch den ungekürzten Druck seiner Romane, um die sich der Berliner Aufbau Verlag verdient gemacht hat. Schon die ebenfalls hier erschienenen autobiographischen Schriften lassen erkennen, ein wie zerrissener Mensch Fallada war, ein begnadeter Schreiber zwar, aber auch von Morphium- und Alkoholsucht gebeutelt, durch Klinikaufenthalte nicht geheilt, immer wieder in Liebeshoffnungen und Eheunglück verstrickt.

Der Germanist Peter Walther hat nun eine umfangreiche Biographie Falladas veröffentlicht, die ausführlich und quellennah den Leser an den Höhen und Tiefen dieses Lebens teilhaben lässt. Der Weg vom Erfolgsautor der Weimarer Republik zu einer mitunter gefährdeten Existenz im NS-Staat wird genau beleuchtet. Wie stark hat sich Fallada angepasst? Und auch seine Förderer werden gewürdigt, Ernst Rowohlt vor 1945, Johannes R. Becher in der DDR bis 1947, bis zu dem Jahr, in dem Fallada starb.

Rezension: Dr. Heike Talkenberger

Peter Walther
Hans Fallada – Die Biographie
Aufbau Verlag, Berlin 2017, 527 Seiten, Buchpreis € 25,00
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