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Welwei, Karl-Wilhelm

Griechische Geschichte – Von den Anfängen bis zum Beginn des Hellenismus

Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2011, 587 Seiten, Buchpreis € 49,90, DAMALS 04 / 2012
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ach zahlreichen Werken über Gegenstände der griechischen Geschichte legt der Bochumer Althistoriker Karl-Wilhelm Welwei nun sein zusammenfassendes, in äußerst nüchterner Sprache verfasstes Werk über die gesamte griechische Geschichte der archaischen und klassischen Zeit vor. Er bespricht ihre Anfänge im 2. Jahrtausend v. Chr., die zunächst nur archäologisch fassbar sind, sowie die durch erhaltene Schrifttäfelchen besser bekannte mykenische Zeit und deren Untergang bzw. den Übergang zur archaischen Epoche.

Diesem Teil widmet der Verfasser zwar viel Platz, den meisten jedoch der klassischen Zeit, die kurz nach 500 mit den Perserkriegen einsetzt, und innerhalb ihrer dem 5. Jahrhundert. Die Spanne biszu Alexander dem Großen im letzten Drittel des 4. Jahrhunderts wird durch einen besonderen Abschnitt abgeschlossen, in welchem die Unterschiede zwischen 5. und 4. Jahrhundert herausgearbeitet werden.

Das umfangreiche Buch ist mit der dem Verfasser eigenen großen Gewissenhaftigkeit geschrieben. Sie zeigt sich unter anderem darin, dass zahlreiche Einzelprobleme nach vielen Seiten hin besprochen werden, oft in Auseinandersetzung mit neuester Literatur. Es ist insofern ein ganz persönliches Werk und hat – was auch nicht beansprucht wird – keinen Handbuchcharakter, der es zum Nachschlagen prädestinierte.

Zudem ist es, mit einigen Ausnahmen, eine politische Geschichte. Kulturgeschichte erscheint nämlich nur als kurzgefasster Abriss auf knapp 30 Seiten am Ende des Buchs, obwohl kulturelle Gegenstände im Lauf der Darstellung auch zur Sprache kommen. Dasselbe muss von der Sozialgeschichte gesagt werden. Nicht selten kommen zwar natürlich auch soziale Tatbestände zur Sprache, aber über das Buch verstreut oder im Zusammenhang mit politischen Entwicklungen. Die Frauengeschichte fehlt erst recht, was besonders schade ist.

Nun ist es mehr als legitim, eine nur politische Geschichte vorzulegen, besonders wenn sie mit der Verlässlichkeit abgefasst ist wie die vorliegende, nur hätte es auch zu Beginn oder sogar im Titel benannt werden können. Die Hochachtung vor der Leistung bleibt, zumal da das Buch für zahlreiche Einzelfragen gründliche Orientierung bietet.

Prof. Dr. Wolfgang Schuller

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DAMALS  06 / 2013

DAMALS Ausgabe 06/2013

200 Jahre Völkerschlacht

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