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Klieber, Rupert

Jüdische – christliche – muslimische Lebenswelten der Donaumonarchie 1848–1918

Böhlau Verlag, Wien/Köln/Weimar 2010, 294 Seiten, Buchpreis € 35,00, DAMALS 10 / 2011
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ie Donaumonarchie zeichnete sich durch eine faszinierende kulturelle Vielfalt aus, nicht zuletzt, weil sie ein multireligiöses Reich war. Zwar gehörten zwei Drittel der Bevölkerung dem römisch-katholischen Glauben an, doch daneben gab es Angehörige der orthodoxen Kirche ebenso wie Protestanten und Juden. Durch die Annexion der Provinz Bosnien-Herzegowina 1878 wurden schließlich auch Muslime zu Untertanen der Habsburgermonarchie; 1909 wurde ihnen konfessionelle Autonomie gewährt.

Der Wiener Kirchenhistoriker Rupert Klieber hat sich die „Lebenswelten“ dieser fünf Glaubensrichtungen angesehen, hat sich gefragt, wie sich deren religiöse Überzeugungen auf den Alltag auswirkten. Die Muslime in Bosnien etwa bildeten etliche regionale Besonderheiten aus (zum Beispiel durften sie Alkohol trinken), das Glaubensleben dominierten sechs Derwisch-Orden mit ihren spirituellen Praktiken. Der Autor problematisiert, dass den Einwohnern dieser extrem rückständigen, von hoher Analphabetenrate geprägten Region eine oft unerwünschte „Modernisierung“ aufgedrängt wurde und spricht von einer nur „partiell“ geglückten Integration.

Dr. Heike Talkenberger

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DAMALS  06 / 2013

DAMALS Ausgabe 06/2013

200 Jahre Völkerschlacht

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