
ie Sprache der NS-Zeit ist seit dem schon 1947 von Victor Klemperer im Ost-Berliner Aufbau Verlag veröffentlichten Buch „Notizbuch eines Philologen. LTI“ (Lingua Tertii Imperii, Sprache des Dritten Reichs) wiederholt untersucht worden. Das Besondere an der neuen Studie des Altphilologen und Sprachwissenschaftlers Horst Dieter Schlosser, der bereits über die Sprache der Weimarer Zeit und der DDR publiziert hat, ist die Fülle der Beispiele, die die bedeutende Rolle der Sprache für die Eta-blierung und Festigung der NS-Herrschaft belegen.
Die Nationalsozialisten griffen auf bereits in der Weimarer Republik gebräuchliches, ursprünglich neutrales Vokabular zurück und ideologisierten es durch eine Bedeutungsänderung ...
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