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13. September 1125

Tumult in Mainz

A

ls Kaiser Heinrich V. im Mai 1125 kinderlos starb und die Dynastie der Salier mit ihm erlosch, hofften die Fürsten des Reiches auf einen Neubeginn. Zu schwer waren die Konflikte zwischen Kirche und Reich unter den letzten beiden Saliern gewesen, zu sehr war das Verhältnis zwischen König und Fürsten aus den Fugen geraten. Im August 1125 versammelten sich die Fürsten zur Königswahl in Mainz. Zwei Männer galten als aussichtsreich: der Stauferherzog Friedrich II. von Schwaben und Lothar von Supplinburg, Herzog von Sachsen. Die Wahlmänner, die die geforderte einstimmige Wahlentscheidung herbeiführen sollten, stellten neben diesen beiden jedoch noch einen weiteren Kandidaten auf, den mächtigen Babenberger-Markgrafen Leopold III. von Österreich.

Die Verhandlungen erwiesen sich als schwierig und langwierig. Plötzlich aber brach ein Tumult aus. Die Anhänger Lothars von Supplinburg hoben diesen auf ihre Schultern und riefen: �Lothar sei König!� Nun wäre die Wahlversammlung geplatzt, hätte nicht Erzbischof Adalbert von Mainz zur Besonnenheit geraten. Nachdem nämlich Lothar bereits zum König ausgerufen war, galt es nun, die Zustimmung aller zur Wahl des Sachsenherzogs zu gewinnen. Nach zähen Verhandlungen wurde Lothar III. von Supplinburg einstimmig zum römisch-deutschen König gewählt. Am 13. September 1125 wurde er in Aachen gekrönt und gesalbt.

DAMALS  12 / 2017

DAMALS Ausgabe 12/2017

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