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490 v. Chr.

Die Schlacht bei Marathon

E

igentlich hatten die Perser die Athener bestrafen wollen, als sie gegen die Griechen in den Kampf zogen. Diese hatten nämlich zehn Jahre zuvor die griechischen Städte Kleinasiens bei ihrem Aufstand gegen die persische Herrschaft unterstützt. Zudem sollte der ehemalige athenische Tyrann Hippias, der am persischen Königshof im Exil weilte, in seine alte Position zurückgeführt werden.
Das persische Heer war relativ klein, nicht vergleichbar mit demjenigen, welches den Griechen zehn Jahre später an den Thermopylen gegenüberstand. Unter Miltiades siegten die Athener, was wohl nur dadurch möglich wurde, daß der griechische Angriff erst dann stattfand, als die Perser schon ohne Schlacht abziehen wollten: Ein Teil des persischen Heeres, vor allem die gefürchtete Reiterei, war bereits wieder auf die Schiffe verladen worden.
In der Folgezeit wurde der athenische Sieg geradezu mythisch verklärt, denn durch ihn positionierten sich die Athener als die ersten Verteidiger Griechenlands gegen die Perser. Die Schlacht wurde in einem Gemälde in der „Bunten Halle“ auf der Agora mit den mythischen Kämpfen gegen die Amazonen und Kentauren verglichen, die Gefallenen wurden an ihrem Grab auf dem Schlachtfeld als Heroen verehrt. Daß der Bote, der den Athenern den Sieg verkündete, nach seinem „Marathon“-Lauf vor Erschöpfung tot zu Boden gesunken sei, muß allerdings in den Bereich der Legende verwiesen werden.

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DAMALS  01 / 2018

DAMALS Ausgabe 01/2018

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