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DAMALS 07/2015

Geschichte der Nächstenliebe

Die Fürsorge, mit der die frühen Christen Bedürftige bedachten, erregte in der Antike Aufsehen. Organisierte Hilfe für Arme, Alte und Kranke war weitgehend unbekannt. Die Nächstenliebe – eine Kernbotschaft des Neuen Testaments – machte das Christentum attraktiv. Kirchliche Einrichtungen blieben bis ins späte Mittelalter die Stützen karitativer Tätigkeit. Im Zuge der Reformation stellte man dann grundsätzliche Fragen: Wer war überhaupt berechtigt, Almosen zu erhalten? Das Titelthema beleuchtet, wie die beiden christlichen Konfessionen diese Frage beantworteten. Die Massenarmut der Industrialisierung brachte neue Herausforderungen mit sich – und sorgte für einen Wettbewerb der karitativen Modelle.

Bild auf der Startseite: Das Ölgemälde aus dem 17. Jahrhundert (Pieter Brueghel d. J. zugeschrieben) zeigt die „Werke der Barmherzigkeit“. (AKG)

Beiträge zum Thema:

Ursprünge der christlichen Nächstenliebe

Die guten Menschen der Antike

In einer antiken Umwelt, in der organisierte Wohltätigkeit die Ausnahme war, fielen die Christen auf: Nächstenliebe und Barmherzigkeit – Caritas und Misericordia – waren attraktive Elemente der neuen Religion. Nur die Juden kannten diese Tradition. weiterlesen

Neue Sicht auf die Armut

Wer ist bedürftig, wer ein Faulenzer?

Im späten Mittelalter begann man, Armut stärker zu hinterfragen. Besonders die Reformation brachte neue Definitionen mit sich, wer berechtigt sein sollte, Almosen zu empfangen, und wer nicht. weiterlesen

Karitative Modelle der beiden Konfessionen

Arbeit als Ausweg aus der Not

Im 17. und 18. Jahrhundert näherten sich die Fürsorge-Modelle der Konfessionen an. Die Erziehung der Bedürftigen zu Fleiß und Arbeitsamkeit rückte in den Mittelpunkt. Vielerorts wurden Bettelverbote verhängt. weiterlesen

Ausstellung in Paderborn

Vom Almosen zum Sozialstaat

Warum setzen sich Menschen seit Jahrhunderten für andere ein? Wie wurde Nächstenliebe zu unterschiedlichen Zeiten gelebt? Das sind die Leitfragen der Ausstellung „CARITAS – Nächstenliebe von den frühen Christen bis zur Gegenwart“, die das Diözesanmuseum Paderborn vom 23. Juli bis zum 13. Dezember 2015 zeigt. weiterlesen

Sozialreformen in Hamburg

Gegen das „gedankenlose Mitleid“

An der Entwicklung Hamburgs lässt sich beispielhaft aufzeigen, wie grundlegend sich das kommunale Armenwesen in der frühen Neuzeit durch einen tiefgreifenden Normen- und Mentalitätswandel veränderte. weiterlesen

"Soziale Frage" im 19. Jahrhundert

„Edler Wettkampf der Barmherzigkeit“

Im Zuge der Industrialisierung stieg die Zahl der Armen und Hilfsbedürftigen. Katholiken und Protestanten reagierten mit einer Fülle karitativer Angebote. Die Kommunen nahmen die Unterstützung mehr als gerne an, wie das Beispiel der Stadt Essen zeigt. weiterlesen

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