Sie befinden sich hier: Aktuelles Heft > Titelthema

DAMALS 05/2015

Luther - Der Reformator und die weltliche Macht

Man hat Martin Luther oft vorgeworfen, er sei ein „Fürstenknecht“. Besonders sein Verhalten während des Bauernkriegs, als er die Aufständigen verdammte, irritierte bereits Zeitgenossen. Das Titelthema spürt dem Verhältnis des Reformators zur weltlichen Obrigkeit nach. Bereits in seinen frühen Schriften machte Luther deutlich, dass er dem „christlichen Adel“ bei der Umsetzung der von ihm propagierten religiösen Erneuerung eine wichtige Rolle zudachte. Und ohne die schützende Hand, die etwa Friedrich III. von Sachsen über ihn hielt, als es zur Konfrontation mit Papst und Kaiser kam, wäre es für Luther eng geworden. Viele Fürsten – und Fürstinnen – setzten sich gerne für die neue Konfession ein, besonders wenn es dem eigenen Machtgewinn diente.

Bild auf der Startseite: Ausschnitt aus einem protestantischen Flugblatt: Während Martin Luther mit dem Evangelium in den Händen einen sicheren Stand hat, schwankt der Thron von Papst Leo X. bedenklich. (AKG)

Beiträge zum Thema:

Luthers Weg in die Reformation

Von der Standfestigkeit eines Frommen

Jeder Christ wird durch die Taufe zum Priester. Und damit ist die Reform der Kirche
nicht nur Sache der Kleriker, sondern auch der Laien. So lässt sich Martin Luthers Kritik am Zentralismus der Kirche zusammenfassen. Beim Reichstag zu Worms beharrte Luther 1521 auf seinem Standpunkt. Das bedeutete den Bruch mit Papst und Kaiser. weiterlesen

Der ewige Makel des „Fürstenknechts“

Aus Luthers Sicht kam den Fürsten bei der Umsetzung der Reformation eine entscheidende Rolle zu. Dass er sich im Bauernkrieg so eindeutig auf die Seite der Mächtigen schlug, hat aber einen anderen Grund: Der Reformator sah bei dem Aufstand den Teufel am Werk. weiterlesen

DAMALS-Kooperation

"Luther und die Fürsten" in Torgau

„Luther und die Fürsten“: Unter diesem Titel zeigen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) vom 15. Mai bis zum 31. Oktober 2015 in Torgau eine große Sonderausstellung. Diese bildet den Auftakt von insgesamt vier „nationalen Sonderausstellungen“ in Deutschland aus Anlass des 500. Jahrestags der Veröffentlichung von Martin Luthers Thesen gegen den Ablasshandel. weiterlesen

Fürsprecher aus Sachsen und Hessen

Starthilfe für die neue Konfession

Ein Großteil der Dynamik der frühen Reformation ist Luthers Unterstützern Friedrich III., Kurfürst von Sachsen, und Philipp I., Landgraf von Hessen, zu verdanken. Die beiden Fürsten verfolgten damit auch ihre ehrgeizigen politischen Ambitionen.
weiterlesen

Fürstinnen und die Reformation

Gehorsam allein gegen Gott

Nicht nur die Fürsten, sondern auch einige Fürstinnen unterstützten tatkräftig die Lehre Luthers, die ihnen neue Handlungsspielräume eröffnete und zu öffentlicher Wirksamkeit verhalf. weiterlesen

Der schmalkaldische Bund

Aus Drohgebärden wird Ernst

Religion und Politik waren im 16. Jahrhundert in Europa nicht voneinander zu trennen. Und so erwies sich der 1531 gegründete Schmalkaldische Bund der protestantischen Fürsten als akute machtpolitische Bedrohung für den Kaiser. Es kam zum unvermeidlichen Krieg. weiterlesen

RSS Feed

RSS Feed abonnieren Immer die aktuellesten News und Termine in Ihrem Browser oder RSS Reader. Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen DAMALS RSS Feed.

RSS Feed abonnieren

Seite weiterempfehlen

Speichern Sie diese Seite bei einem der folgenden Link-Netzwerke: