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DAMALS 09/2016

Barock

Üppigkeit, Pracht, Verschwendung – diese Begriffe fallen häufig, wenn es um Barock geht. Doch was ist eigentlich „Barock“: ein Kunststil, eine historische Epoche? Das Titelthema beleuchtet, wie sich aus der Reaktion der katholischen Kirche auf die Reformation eine breite Bewegung entwickelte, die seit dem späten 16. Jahrhundert nicht nur bildende Kunst, Musik und Religion erfasste, sondern auch die Lebenseinstellung der Menschen veränderte. In wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht führte gerade Letzteres zu einem Europa der zwei Geschwindigkeiten: Die Dynamik der Moderne erfasste protestantische Staaten eher als katholische. In den Bereichen Kunst und Architektur überwand der Barock konfessionelle Grenzen: Die gekrönten Häupter ganz Europas – egal welcher Konfession – nutzten die überschwängliche Bildsprache, um den eigenen absolutistischen Machtanspruch zu demonstrieren.

Bild auf der Startseite: Kulisse der Macht: Der Petersplatz führte den Besuchern Roms die religiöse Autorität des Papsttums ebenso vor Augen wie seinen weltlichen Herrschaftsanspruch. Giovanni Paolo Pannini malte 1754 den Antrittsbesuch eines Gesandten beim Papst. (AKG)

Beiträge zum Thema:

Was ist Barock?

Ein Phänomen des Katholizismus

„Barock“ – davon hat jeder schon gehört. Aber wofür genau der Begriff steht – für einen bestimmten Kulturstil oder sogar für eine ganze Epoche, das ist meist unklar und auch in der Wissenschaft durchaus strittig. Versuch einer Definition. weiterlesen

Kunst als Propaganda

Triumph des schönen Scheins

Klare und einfache Bilder sollten den Katholiken in der Zeit der Gegenreformation die Glaubensinhalte verdeutlichen. So beschloss es 1563 das Konzil von Trient. Aber es kam anders: Von Rom ausgehend, entstand jene Mischung aus prachtvoller Kunst und Architektur, mit der wir heute „den Barock“ identifizieren. weiterlesen

Die Schönborns als Bauherren

Vom „Bauwurmb“ befallen

Die Reichsgrafen von Schönborn stellten für ein Jahrhundert zahlreiche Fürstbischöfe. In ihren Funktionen als kirchliche und weltliche Fürsten sahen sich die Vertreter der Großfamilie als Wahrer des Katholischen im Heiligen Römischen Reich. Zahlreiche barocke Prachtbauten dokumentieren ihren Anspruch auf Macht und standesgemäße Repräsentation. weiterlesen

König Friedrich I. in Preussen und die Kulturpatronage

Barockfürst wie aus dem Bilderbuch

Bevor sich der protestantische brandenburgische Kurfürst Friedrich III. 1701 mit Erlaubnis des Kaisers selbst als Friedrich I. zum König krönte, hatte er – ganz im Stil barocker Fürsten – einiges getan, um der preußischen Provinz monarchischen Glanz zu verleihen: durch die Förderung der Wissenschaften, durch Kulturpatronage und durch ein Städtebauprogramm für Berlin. weiterlesen

Wirtschaft im Barockzeitalter

Europa der zwei Geschwindigkeiten

Während sich in den protestantischen Ländern früh ein modernes Leistungsethos durchsetzte, fielen die katholischen Länder in der ökonomischen Entwicklung zurück. Dort herrschte ein eher beschaulicher Rhythmus vor – Muße und Gelassenheit gehörten zum barocken Lebensgefühl. weiterlesen

DAMALS-Kooperation

Umfassendes Bild des Barock in Mannheim

„Barock – Nur schöner Schein?“ – unter diesem Titel widmen sich die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen vom 11. September 2016 bis zum 19. Februar 2017 dem Zeitalter, das oft mit Puder, Pomp und Dekadenz gleichgesetzt wird. weiterlesen

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