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DAMALS 07/2016

Die Erben Roms

Der Übergang von der Antike zum Mittelalter, der gemeinhin mit dem Begriff „Völkerwanderung“ beschrieben wird, ist noch immer eine Epoche voller Rätsel. Und vieles, was man zu glauben wusste, wird heute wieder in Frage gestellt. Der neue Blick auf diese Zeit lässt etwa manchen Protagonisten in einem anderen Licht erscheinen. Das Beispiel Alarich: Der vermeintliche barbarische Wüstling entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als ein germanischstämmiger Feldherr in römischen Diensten; er wurde sowohl von Ost- als auch von Westrom instrumentalisiert und stürmte letztlich eher aus Verzweiflung als aus Wut die Stadt Rom. Auch der Gote Theoderich wollte die antike Kultur nicht zerstören, ganz im Gegenteil: Im Stil eines römischen Kaisers verschaffte er dem alten Italien eine letzte Blüte.

Bild auf der Startseite: „Germanenzug“, Holzstich von 1890. (AKG)

Beiträge zum Thema:

Ein Mythos auf dem Prüfstand

Wandernde Völker?

Der Begriff „Völkerwanderung“ scheint selbsterklärend zu sein, doch Historiker haben inzwischen eine neue Sicht auf diese turbulente Phase am Übergang von der Antike zum Mittelalter entwickelt. Bisherige Gewissheiten werden dabei in Frage gestellt. weiterlesen

Heermeister als Kaisermacher

Die heimlichen Herrscher

Im Lauf des 5. Jahrhunderts entglitt den weströmischen Kaisern die Kontrolle über ihr eigenes Reich. Sie wurden zu Marionetten der sogenannten Heermeister, der Oberkommandierenden der Armee. weiterlesen

Alarich bringt das Westreich in Bedrängnis

Kampf um Rom

Die Plünderung Roms durch den Goten Alarich im Jahr 410 erschütterte die spätantike Welt. Aus militärischer Sicht war es die Verzweiflungstat eines Heerführers, der im Machtkampf zwischen West- und Ostrom von beiden Seiten instrumentalisiert wurde. weiterlesen

Galla Placidia

Die geraubte Prinzessin

Galla Placidia, Tochter Theodosius’ des Großen, wurde bei der Plünderung Roms als Geisel genommen und musste einen Gotenkönig heiraten; später war sie die Gattin eines römischen Kaisers und regierte schließlich anstelle ihres Sohnes Westrom. weiterlesen

Theoderich der Große (493–526)

Ein Gote auf dem Kaiserthron

Theoderich führte Italien noch einmal zu altem Glanz. Die militärischen Schlüsselpositionen besetzte er mit Goten, doch in Kultur und Verwaltung lebten die antiken römischen Traditionen fort. weiterlesen

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