u Beginn des 18. Jahrhunderts war die Not im deutschen Südwesten groß, und so folgten viele Familien dem Lockruf der Habsburger, in Ungarn als Neusiedler ihr Glück zu suchen. Die Auswanderer wurden später zusammenfassend „Donauschwaben“ genannt, obwohl nur ein Teil von ihnen wirklich aus Schwaben stammte. 1712 machten sich die ersten Auswanderer von Ulm aus auf die Reise in die neue Heimat. Sie befuhren die Donau auf den „Ulmer Schachteln“, einem äußerst einfach konstruierten Schiffstyp (Zille), der zumeist in Ulm hergestellt wurde. Das Jubiläum ist Anlass der Ausstellung „Schwaben an der Donau“, die noch bis zum 9. September im Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm (Schillerstraße 1, Tel. +49 (0)731 96254-0) zu sehen ist. Sie geht etwa dem Prozess der Ansiedlung, den Schicksalen der Auswanderer und dem kulturellen Austausch zwischen den Neusiedlern und den vor Ort lebenden Rumänen, Serben und Kroaten nach. Eine Open-Air-Ausstellung am Ufer der Donau thematisiert die Herkunft der Reisenden und die Rolle, die die Auswanderung für die Stadt Ulm spielte.
Auf die Spuren der Auswanderer begibt sich auch eine attraktive DAMALS-Leserreise nach Südosteuropa vom 29. Juli bis zum 11. August. Informationsmaterial ist erhältlich bei Carsten Felker, Tel. +49(0)711 7594-447 oder carsten.felker@konradin.de.
08.06.2012, Quelle: Dr. Heike Talkenberger