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Wien

Der geheimnisvolle Bund: Freimaurer in Österreich

„Zwei Freimaurer" (Porzellangruppe nach Johann Joachim Kaendlers Entwurf, um 1740). (Österreichische Nationalbibliothek, Wien)

O

b Mozart, Friedrich der Große, Voltaire oder Goethe, sie alle waren Mitglieder im Bund der Freimaurer. Mit der Gründung der „Vereinigten Großloge von England" in London 1717 wird der Beginn der modernen Freimaurerei angesetzt. Verpflichtet auf die aufklärerischen Ideale von Freiheit, Gleichheit, Humanität und Toleranz, waren die Logen zunächst Orte der Verständigung zwischen Bürgerlichen und liberalen Adligen. Obwohl man sich über ihre Rituale und Symbole durchaus informieren kann, umgibt die Freimaurerei bis heute eine Aura des Geheimnisses, werden ihre Mitglieder doch zur Verschwiegenheit angehalten.

Eine Ausstellung in der Österreichischen Nationalbibliothek widmet sich noch bis zum 7. Januar 2018 „dem wahren Geheimnis" der Freimaurerlogen in Österreich. 150 Exponate aus nationalen und internationalen Sammlungen beleuchten deren bewegte Geschichte. So gehörte etwa auch Franz Stephan von Lothringen dem Bund an, was seine Frau Maria Theresia nicht daran hinderte, 1743 die Freimaurerei in Österreich zu verbieten. Verboten blieb sie, mit Ausnahme eines kurzen Zwischenspiels, bis 1918. In der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft wurden dann Tausende Freimaurer, vor allem jüdische Mitglieder, verfolgt und ermordet. Erst nach 1954 nahm die Freimaurerei einen großen Aufschwung in Österreich.

01.11.2017, Quelle: Redaktion DAMALS

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