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Landesmuseum Württemberg zeigt größte Ausstellung über das Kulturvolk seit mehr als 20 Jahren

Die Kelten erobern Stuttgart

Birkenrindenhut, Goldschale und Goldornat aus dem "Fürstengrab" von Eberdingen-Hochdorf, um 530 v. Chr. Landesmuseum Württemberg, Stuttgart. © H.Zwietasch; Landesmuseum Würrtemberg, Stuttgart

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300 Exponate aus 14 Ländern, einige davon erstmalig in Deutschland zu sehen, präsentiert das Landesmuseums Württemberg jetzt in einer Schau unter dem Motto „Die Welt der Kelten. Zentren der Macht-Kostbarkeiten der Kultur“: Die Ausstellung ist von Samstag, 15. September 2012, bis zum 17. Februar 2013 im Kunstgebäude Stuttgart und gegenüber im Alten Schloss zu sehen.

Den antiken Autoren galten sie als gefürchtete Krieger – aber eben auch als barbarisch. Dieses Bild der Kelten ist freilich schon lange überholt. Schon Caesar weiß von städteähnlichen Befestigungsanlagen zu berichten, ein keltisches Währungswesen lässt sich bis ins 3. vorchristliche Jahrhundert zurückdatieren, und auch die von ihnen hinterlassenen Kunstobjekte sind schön und handwerklich anspruchsvoll zugleich. Letzteres beweisen die Grabbeigaben des jüngsten Fundes von Bettelbühl, die zum ersten Mal in einer Ausstellung zu bewundern sind. Kostbares Geschmeide aus Gold und Bernstein wurden der hohen Dame in ihre letzte Ruhestätte mitgegeben, als sie vor rund 2600 Jahren starb.
Drei Jahre Vorbereitungszeit und 3,7 Millionen Euro haben die Veranstalter investiert, bevor sich am kommenden Samstag die Pforten zur „ Welt der Kelten“ öffnen können. Die Ausstellung widmet sich der Geschichte und der Kunst der Kelten in zwei thematisch und räumlich getrennten Teilen. Im Kunstgebäude Stuttgart ist der historische Schwerpunkt der Ausstellung beheimatet. Das Alte Schloss gegenüber dient als Präsentationsort für die Kunst der Kelten.

Betrachtet man die zeitlichen und geographischen Rahmeninformationen zum Thema wird schnell klar, dass Begriffe wie „die Kelten“ oder „die keltische Kultur“ als Sammelkategorie dienen. „Die Kelten“ waren tatsächlich weder ein Volk noch war „ihre Kultur“ überall und zu jeder Zeit von den exakt gleichen Wesensmerkmalen bestimmt. Es sind vielmehr die kulturellen Ähnlichkeiten zwischen den einzelnen Volksstämmen und Epochen, die uns heute von „den Kelten“ und „der keltischen Kultur“ sprechen lassen. Bemächtigt man sich dieser pragmatischen Terminologie, so lassen sich beeindruckende Fakten zusammentragen: Über eineinhalb Jahrtausende hat die keltische Kultur das Gesicht Europas mitgestaltet – von der Eisenzeit im 8. Jahrhundert v. Chr. bis ins 9. nachchristliche Jahrhundert haben keltische Einflüsse große Teile des Kontinent (und der britischen Inseln) geprägt.

Bild auf Startseite: Goldschale aus Bad Cannstatt, 6. Jahrhundert v. Chr. (Landesmuseum Württemberg, Stuttgart / H. Zwietasch)

14.09.2012, Quelle: Landesmuseum Württemberg

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