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Ausstellung der Münchener Antikensammlung und Glyptothek

Kleine Lehrstunde zur griechischen Götterwelt

I

n der Ausstellung „Die Unsterblichen – Götter Griechenlands“ entwirrt die Münchener Antikensammlung und Glyptothek noch bis zum 7. Juli 2013 für den Besucher die vielfältige griechische Götterwelt.

„Alles ist voll von Göttern“, schrieb der griechische Naturphilosoph Thales von Milet. Tatsächlich bietet die griechische Mythologie eine kaum überschaubare Fülle von Gottheiten, Halbgöttern und Helden. Der Blitze schleudernde Zeus, die schöne Aphrodite und der weinbekränzte Dionysos sind den meisten von uns geläufig. Kaum einer kennt dagegen all die kleineren Götter oder Naturdämonen, die griechische Landschaften belebten. Die staatliche Antikensammlung und die Glyptothek (Sammlung antiker griechischer und römischer Skulpturen des bayrischen Staates), haben sich nun zur Aufgabe gemacht, eine Ordnung in diese verwirrende Fülle zu bringen. So zeigen sie den Besucherinnen und Besuchern beispielsweise auf, durch welche charakteristischen Attribute man die Götter unterscheiden kann und welche Fähigkeiten sie hatten. Dazu stellen sie die griechischen Gottheiten und die mit ihnen verbundenen Geschichten in Vasenmalereien, Bronze- und Terracottaskulpturen, Münzen und Edelsteinen dar.

Kernstücke der Ausstellung sind eine archaische Zeusbronze und die Hera-Schale. Über Jahre aufwendig restauriert und nun erstmals zu sehen ist zudem die großplastische römische Statue eines Flußgottes aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. Insgesamt 450 Exponate werden ausgestellt, darunter viele Leihgaben, wie beispielsweise ein Modell des Apollon-Heiligtums von Delphi aus der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. An diesem versuchen die vier Ausstellungsmacher auch, das religiöse Leben im Heiligtum und die politische Wirkmächtigkeit des Gottesglaubens darzustellen.

Thematisiert werden aber auch die kleinen Leute: Fragen, wie die griechische Gesellschaft mit diesen Göttern lebte, wie sich die oder der Einzelne den Gottheiten in Gebet und Opfergabe näherte, was die Götterverehrung für die Griechen bedeutete und warum sie im hellenistischen und römischen Herrscherkult gipfelte, werden beantwortet.

Bild auf der Startseite: Göttervater Zeus (links außen) und Götterbote Hermes ziehen im Streitwagen in den Kampf. Darstellung auf einer apulischen Amphore des Dareios-Malers, um 340 v. Chr. (Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek, Renate Kühling)

03.08.2012, Quelle: Staatliche Antikensammlung und Glyptothek

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